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Aktueller Jahresbericht

Die Highlights aus 2010

Cover Jahresbericht

Auf dieser Seite haben wir Auszüge aus dem Jahresbericht für Sie bereit gestellt. Einfach auf die mit einem Pfeil gekennzeichneten Titel klicken, der entsprechende Artikel klappt dann in einem Kasten auf.

Wenn Sie alle Artikel lesen und die zahlreichen Grafiken betrachten möchten, können Sie sich den Jahresbericht als pdf-Datei

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Schirmherrin Barbara Genscher

Schirmherrin Barbara Genscher

Barbara Genscher ist seit 1987 Schirmherrin der Deutschen Herzstiftung und übt ihr Ehrenamt mit großem Engagement aus. Mit ihrem Wirken an der Spitze der Deutschen Herzstiftung ist sie maßgeblich an der Entwicklung zur größten Patientenorganisation auf dem Gebiet der Herz-Kreislauf-Erkrankungen mit inzwischen über 68.000 Mitgliedern beteiligt.

Großen Anteil am Fortschritt der Deutschen Herzstiftung hat Barbara Genscher selbst. Sie wirbt in der Öffentlichkeit auf vielfältige Weise für den gemeinnützigen Verein und seine Ziele. Sie ist zu Gast bei Benefizveranstaltungen, repräsentiert die Deutsche Herzstiftung bei regionalen Herz-Seminaren für Patienten oder ist als Gesprächspartnerin in Zeitungs- und Fernsehinterviews gefragt. Insbesondere liegt ihr die Verbesserung der Situation herzkranker Kinder am Herzen.

Barbara Genscher nahm am 19. Juni 2010 an der Mitgliederversammlung der Deutschen Herzstiftung teil und betonte, dass das Aufgabenspektrum und das Wachstum der Herzstiftung immer weiter voranschreitet. Große Verdienste daran hat der ehrenamtlich tätige Vorstand, dem sie ein großes Dankeschön für das erfolgreiche Wirken aussprach. Besonderen Dank richtete sie an Professor Hans-Jürgen Becker, der aus seinem Amt als Vorstandsvorsitzender verabschiedet wurde. "Jetzt geht eine Ära zu Ende. In den 22 Jahren Ihrer Zugehörigkeit zum Vorstand und besonders in den zwölf Jahren als Vorstandsvorsitzender haben Sie die Herzstiftung geprägt. Mit Ihnen geht ein Vorsitzender der Spuren hinterlässt", sagte Barbara Genscher zu seinem Abschied.

Liebe Mitglieder, Förderer und Freunde der Deutschen Herzstiftung,
Wissen ist die Voraussetzung für richtiges Handeln. Was wie eine Binsenweisheit anmutet, lässt sich aus dem Blickwinkel der Herzstiftung wie ein Leitsatz für ihren Auftrag lesen: Herzpatienten und herzgesunde Menschen über die Vorbeugung, Erkennung und Behandlung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen auf dem neuesten medizinischen Wissensstand so zu informieren, dass sie nicht nur ihre Erkrankung besser verstehen oder Warnsignale einer schwerwiegenden Herzkrankheitrichtig deuten, sondern auch mit ihrem Arzt besser über ihre Behandlung entscheiden können.

Damit Wissen zur Voraussetzung für richtiges Handeln werden kann, setzt die Herzstiftung auf die Unabhängigkeit von medizinischen Experten, die Patienten über ihre Erkrankung informieren. Daneben kommt zu den Aufgaben der Herzstiftung die Förderung der patientennahen Herz-Kreislauf-Forschung hinzu. Mit ihrer Tochterorganisation, der Deutschen Stiftung für Herzforschung, stellt die Herzstiftung sicher, dass kardiovaskuläre Erkrankungen auf hohem Niveau erforscht werden. Ihr Fördervolumen betrug allein im Jahr 2010 zirka 1,4 Millionen Euro.

Wie wichtig – gerade in Zeiten zunehmender Arbeitsverdichtung in den Kliniken und bei den Niedergelassenen – ein Forum für die direkte Form der unabhängigen medizinischen Experteninformation und vertrauensbildenden Nähe zwischen Arzt und Patient ist, wissen besonders wir, die Kardiologen und Herzchirurgen im Vorstand sowie im Wissenschaftlichen Beirat der Herzstiftung. Das Jahr 2010 hat uns wieder vor Augen geführt, wie viel den Patienten, Betroffenen und Interessierten diese direkte Form der Information nach wie vor bedeutet. Das belegen die über 4.000 Patientenanfragen, die im Berichtsjahr von Experten der Herzstiftung in der Sprechstunde beantwortet wurden.

Allen, die es der Herzstiftung ermöglichen, unabhängig diesen Weg konsequent zu gehen, ihr Leistungsspektrum zu erweitern und neue Projekte zu finanzieren, möchten wir im Namen des Vorstands ganz herzlich danken. Wir danken ganz besonders den ehrenamtlich Engagierten im Vorstand, Wissenschaftlichen Beirat, Kuratorium und den mehr als 100 Beauftragten und den vielen Helfern der Herzstiftung.

Großer Dank gilt unserer Schirmherrin Barbara Genscher für ihr tatkräftiges Engagement. Ebenso danken wir den Mitgliedern und Spendern für ihr Vertrauen in unsere Arbeit. Wir hoffen weiterhin auf Ihre Unterstützung. Denn es gibt noch sehr viel zu tun.

Frankfurt am Main, Juni 2011

Prof. Dr. med. Hans-Jürgen Becker
Vorsitzender des Vorstands der Deutschen Herzstiftung (von 1998-2010)

Prof. Dr. med. Thomas Meinertz
Vorsitzender des Vorstands der Deutschen Herzstiftung (seit 2010)

Die Deutsche Herzstiftung ist Deutschlands größte Patientenorganisation auf dem Gebiet der Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Der gemeinnützige Verein engagiert sich vielfältig:

  • Information der Öffentlichkeit über einen gesunden Lebensstil
  • Aufklärung über Möglichkeiten der Behandlung und über aktuelle Entwicklungen der Herz-Kreislauf-Medizin
  • Angebote für herzkranke Kinder und deren Eltern
  • Vorbeugung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Förderung der patientennahen Herz-Kreislaufforschung in Verbindung mit der Deutschen Stiftung für Herzforschung (siehe S. 31 ff. und S. 50 ff.)

Die Deutsche Herzstiftung e.V. wurde 1979 gegründet und ist im Vereinsregister als gemeinnütziger Verein mit Sitz in Frankfurt am Main eingetragen (Amtsgericht Frankfurt am Main VR 7412). Gemäß § 2 der Satzung (Fassung vom 17. Juni 2000) ist der Zweck des Vereins die Entwicklung, Verwirklichung und Förderung von Maßnahmen zur Aufklärung über die Gefahren von Herz-Kreislauf-Krankheiten sowie zu deren Vorbeugung und Behandlung bei der Bevölkerung in Deutschland.

Langfristiges Ziel des Vereins ist es, das Auftreten von Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu reduzieren und die Lebensqualität sowie die medizinische Versorgung von Herzpatienten zu verbessern. Um dieses Ziel zu erreichen, gehören laut § 2 der Satzung neben der Information der Öffentlichkeit über alle Erscheinungen und Folgezustände von Herz- und Kreislauf-Krankheiten und deren Bekämpfung unter anderem die Beratung von Herzpatienten und die Forschungsförderung zu seinen Aufgaben.

Gemäß § 6 der Satzung sind die Organe des Vereins der Vorstand, das Kuratorium, die Mitgliederversammlung, der Wissenschaftliche Beirat und der Wahlausschuss.

Geschäftsstelle
Vorstand
Bericht des Vorstands

Auch im Jahr 2011 wird die Bevölkerungsaufklärung über den Herzinfarkt eine wichtige Rolle spielen. Aus diesem Grund hat der Vorstand beschlossen, weitere Maßnahmen zur Information der breiten Öffentlichkeit durchzuführen. Gleich zu Jahresbeginn ist der Start des Aktionsbündnisses "Lübeck gegen den Herzinfarkt" unter dem Motto "Jede Minute zählt! Bei Herzinfarkt sofort 112" geplant mit dem Ziel, die Lübecker Bevölkerung über richtiges Notfallverhalten bei Herzinfarkt zu informieren. Gemeinsam mit den kardiologischen Kliniken und dem Rettungsdienst der Hansestadt Lübeck intensiviert die Herzstiftung zudem ihre Bemühungen um eine bessere Herzinfarktversorgung in der Hansestadt.

Ferner fördert die Herzstiftung mit dem Projekt "Epidemiologie des Herzinfarktes im Ruhrgebiet" des Essener Herzinfarktverbundes eine Analyse der Infarktsterblichkeit in Essen. Erklärt werden soll im Zuge einer genauen Analyse der Ausstellung von Totenscheinen durch Ärzte und der Eingabe von Daten im Landesamt für Statistik in Düsseldorf und des Landesinstituts für Gesundheit und Arbeit NRW u. a. die unterschiedliche Entwicklung der Sterbefälle in Essen und Düsseldorf sowie die Gesamtsterblichkeit an Herzinfarkten in NRW.

Um lebensrettende Informationen zum Notfallverhalten bei Herzinfarkt möglichst vielen Menschen rasch und leicht anwendbar zugänglich zu machen, entwickelt die Herzstiftung eine eigene Herznotfall-App (für engl. Application = Anwendung) für internetfähige Mobiltelefone.

Der Bluthochdruck wurde zum Thema der bundesweiten Herzwochen im November 2011 gewählt, Titel der Kampagne: "Herz unter Druck". Oft führen erst schwerwiegende Folgen eines unbehandelten Hochdrucks den Patienten zum Arzt: z. B. Herzinfarkt, Schlaganfall, Herzschwäche. Mit der wichtigsten Aufklärungskampagne der Herzstiftung 2011 soll die Bevölkerung für die Gefahren des Bluthochdrucks und die Wichtigkeit der Blutdruckmessung sensibilisiert werden.

Die Deutsche Herzstiftung unterstützt ein seit Juli 2010 arbeitendes Aortenklappenregister, an das kardiologische und herzchirurgische Zentren ihre entsprechenden Daten zur Behandlung der Aortenklappenverengung und zum noch jungen kathetergestützten Verfahren zur Behandlung der Aortenklappenverengung (kurz TAVI für Transkatheter-Aortenklappen- Implantation) melden sollen. TAVI muss intensiv über Jahre hinweg begleitet werden. Dies soll auch 2011 unter Mithilfe der Herzstiftung fortgeführt und intensiviert werden.

Angesichts einer rasanten Ausweitung des Anteils von TAVI an der Gesamtzahl aller Eingriffe wegen Aortenklappenstenose in Deutschland und fehlender Daten zum Langzeitverlauf ist das Verfahren in die Kritik geraten. Vor diesem Hintergrund wird die Deutsche Herzstiftung Anfang 2011 ein Expertengespräch veranstalten, an dem Vertreter der kardiologischen und herzchirurgischen Fachgesellschaften DGK und DGTHG sowie der Arbeitsgemeinschaft Leitende Kardiologische Krankenhausärzte e.V. (ALKK) teilnehmen werden.

Die Eröffnung der sozialrechtlichen Beratungsstelle für herzkranke Kinder, Jugendliche und Erwachsene und deren Angehörige ist für Mai 2011 vorgesehen. Die Beratungsstelle wird in Braunschweig in Kooperation mit Herzkind e.V. geführt und soll z. B. bei Anträgen für Reha-Maßnahmen, Schwerbehindertenausweise, bei der Schulauswahl oder der Berufsvorbereitung helfen.

Um Kenntnisse zur Handhabung der Herz-Lungen-Wiederbelebung (HLW) in die breite Öffentlichkeit zu tragen, wird die Herzstiftung gemeinsam mit dem Deutschen Roten Kreuz und Betriebsärzten der Deutschen Telekom in Bonn eine HLW-Schulungsaktion für Mitarbeiter des Telekommunikationsunternehmens fördern.
Außerdem wird sich die Herzstiftung als Mitglied des Deutschen Rats für Wiederbelebung – German Resuscitation Council (GRC) – neben der Aufklärungsarbeit auch in Arbeitsgruppen an der Erarbeitung von Leitlinien beteiligen und sich verstärkt gesundheitspolitisch für das Thema Wiederbelebung einsetzen.

Das Präventionsprojekt "kidsTUMove" mit sportlichem Schwerpunkt ist speziell für Kinder mit angeborenem Herzfehler und/oder Übergewicht. Es wird von der Herzstiftung und dem Lehrstuhl für Sport und Gesundheitsförderung der TU München gemeinsam 2011 durchgeführt werden. Kinder sollen unter fachkundiger Betreuung an sportliche Aktivitäten und gesunde Ernährung herangeführt werden.

Eine wichtige Aufgabe des neu gewählten Vorstands wird es sein, die Satzung des Vereins den aktuellen Gegebenheiten und Vorgaben des Gemeinnützigkeitsrechts anzupassen. Die Satzung wurde 2000 zuletzt geändert und spiegelt nicht die Entwicklungen der letzten Jahre wider. Um ihren Aufgaben und Zielen auch auf gesundheitspolitischer Ebene noch mehr Gewicht zu verschaffen, strebt die Deutsche Herzstiftung eine Mitgliedschaft in einem Spitzenverband der freien Wohlfahrtspflege an.

Am 19. Juni 2010 fand in Frankfurt am Main die jährliche Mitgliederversammlung statt. Die Hauptversammlung stand ganz im Zeichen der Verabschiedung von Prof. Dr. Hans-Jürgen Becker, Vorsitzender der Deutschen Herzstiftung seit 1998.

Die Mitstreiter von Prof. Becker, Harald C. Bieler und Prof. Dr. Hellmut Oelert, die mit dem 19. Juni 2010 aus dem Vorstand ausgeschieden sind, wurden gewürdigt. Harald C. Bieler ist von 1997 an – zunächst als Schatzmeister und ab 1998 als stellvertretender Vorsitzender – mit seinem Sachverstand in Finanz- und Wirtschaftsfragen eine wichtige Stütze des Vereins gewesen. Prof. Oelert war in seiner 22-jährigen Vorstandstätigkeit hoch engagiert, indem er Ansprechpartner für alle herzchirurgischen Fragen war und die Interessen der Deutschen Herzstiftung in der herzchirurgischen Fachgesellschaft vertrat. Prof. Oelert wird als Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats der Deutschen Stiftung für Herzforschung die Herzstiftung mit seiner Wissenschaftskompetenz weiter begleiten.

Im Mittelpunkt der Mitgliederversammlung stand zudem die Neuwahl des Vorstands (siehe S. 6). Vorstand und Geschäftsführung legten satzungsgemäß (§ 12.3) den Jahresbericht 2009 vor. Der Vorstand wurde auf der Mitgliederversammlung einstimmig entlastet.

Die Mitglieder ermöglichen mit ihren Beiträgen (Mindestbeitrag € 36,–pro Jahr), Spenden und Zuwendungen, dass die Deutsche Herzstiftung Projekte und Aufklärungsaktionen durchführen kann. Darüber hinaus unterstützen sie die patientennahe Forschungsförderung auf dem Gebiet der Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Im Jahr 2010 sind der Deutschen Herzstiftung 6.107 neue Mitglieder beigetreten. Zum Jahresende 2010 hatte der Verein 66.786 Mitglieder, davon 1.732 Eltern herzkranker Kinder. Neue Mitglieder wurden über die Materialauslage in Kliniken, durch die Zeitschrift HERZ HEUTE, durch Seminare und Vorträge und über das Internet gewonnen. Allein über die Homepage in Verbindung mit dem monatlich erscheinenden Newsletter konnten 2.277 Mitglieder (37 %) gewonnen werden.

Kooperationsmitgliedschaften
Wissenschaftlicher Beirat
Kuratorium

Das Ehrenamt nimmt in der Deutschen Herzstiftung eine zentrale Rolle ein. Neben der Koordination der bundesweiten Aufklärungskampagnen (Herzwochen) organisieren ehrenamtliche Mitarbeiter Herz-Seminare und Vorträge oder werben Mitglieder und Förderer. Insgesamt 105 Beauftragte (2009: 110) arbeiten ehrenamtlich über ganz Deutschland verteilt jeweils in ihrer Region als Botschafter für die Deutsche Herzstiftung. Dabei werden sie von rund 500 Helfern unterstützt. Gemäß der Satzung erhalten die ehrenamtlich Tätigen ihren Aufwand auf Nachweis erstattet. Die Interessen der Beauftragten werden durch ihren Sprecher bei den Sitzungen des Vorstands vertreten.

Neue Beauftragte 2010: Christina Engel, Dresden · Ute Offermanns, Leipzig · Inge Maeckel, Neuenkirchen · Rolf Kalbfleisch, Wuppertal · Franz Christofori, Augsburg · Karl-Georg Vaith, Friedberg.
Aus Alters- bzw. gesundheitlichen Gründen schieden die langjährigen Beauftragten aus: Siegfried Schmidt, Dresden · Gustav Materna, Potsdam · Wolfgang Schwabe-Werner, Celle · Christel Barsun, Gifhorn · Rainer Hoffmann, Mudersbach · Dieter Wagner †, Dettenhausen.

Die alljährlichen Beauftragtentreffen fanden im März und April in den Städten Bremen, Potsdam, Köln und Ulm statt. Neben der Auswertung der Projekte des vorangegangenen Jahres stand die Vorstellung von Projekten der Herzstiftung wie "Gesundheitsförderung im Betrieb", "Einführung der Mittelmeerküche in Krankenhäusern" und "Klinik- und Praxismitgliedschaften" im Vordergrund.
Der anschließende Erfahrungsaustausch gab Einblicke in die Vorgehensweise vor Ort und half, die Arbeit zwischen den Beauftragten und der Geschäftsstelle weiter zu optimieren. Die zentrale Frage bei allen Projekten lautete, wie sich Beauftragte einbringen können und welche Vorgehensweise für die regionale Umsetzung geboten sind.

Ausgezeichnetes Ehrenamt

Auszeichnungen für ehrenamtliches Engagement: Für ihr besonderes ehrenamtliches Engagement zugunsten der Herzstiftung wurden 2010 geehrt:

  • Manfred Nadrowski, Köln
    (Silberne Ehrennadel der DHS,Foto 1. von links)
  • Gabriele Prehler, Frankfurt am Main
    (Silberne Ehrennadel der DHS, Foto 2. von links)
  • Horst Mannberger, Frankfurt am Main
    (Silberne Ehrennadel der DHS, Foto 4. von links)
  • Hans Hermann Elmshäuser, Marburg
    (Ehrenbrief des Landes Hessen, Foto ganz rechts)

Selbsthilfegruppen: Die Deutsche Herzstiftung fördert und unterstützt 97 Selbsthilfegruppen (2009: 103), indem sie Ratsuchende darüber informiert, welche Gruppen es in ihrer Nähe gibt, den entsprechenden Kontakt herstellt und praktische Hilfestellung leistet sowie organisatorische Unterstützung und Weiterbildung anbietet. 2010 haben sich unter dem Dach der Deutschen Herzstiftung neue Gruppen in Schwedt, Magdeburg, Lübeck und Bad Segeberg gebildet.

Kooperationen
Aufklärung und Information

Herzwochen 2010: Aus dem Takt: Herzrhythmusstörungen – unter diesem Motto stand die bundesweite Aufklärungskampagne der Deutschen Herzstiftung im November. Zentrales Thema war die Information über Vorhofflimmern, der häufigsten Herzrhythmusstörung. Allein in Deutschland leiden Schätzungen zufolge etwa 1 Million Menschen an Vorhofflimmern. Mehr als 1.100 Veranstaltungen mit rund 2.000 Aktionspartnern wurden durchgeführt. Universitätskliniken und Herzzentren, Krankenhäuser und niedergelassene Kardiologen, Krankenkassen, Gesundheitsämter, Apotheken, Volkshochschulen und Betriebe veranstalteten Vorträge, Herz-Seminare, Herz-Tage und Telefonaktionen. Ausgewiesene Experten – Kardiologen und Herzchirurgen, Kliniker wie Niedergelassene – informierten über neue Entwicklungen bei der Behandlung von Herzrhythmusstörungen. Grundlage der Herzwochen war die neue Broschüre der Herzstiftung, "Herzrhythmusstörungen heute" (Auflage: 90.000 Ex./132 Seiten), für die die Herzstiftung führende, auf diesem Gebiet forschende Herzspezialisten als Autoren gewinnen konnte. Sie informieren darin laienverständlich über den aktuellen Stand von Diagnose und Behandlungsmöglichkeiten der verschiedenen Herzrhythmusstörungen und geben Patienten wertvolle Ratschläge für den Umgang mit Herzrhythmusstörungen.

Bundesweit informierte die Deutsche Herzstiftung unter dem Motto: "Herzinfarkt: Jede Minute zählt! Sofort 112" über das richtige Verhalten bei Verdacht auf Herzinfarkt. Zwar ist die 112 für den Notruf weithin bekannt. Kommt es aber zum Notfall, ist für viele Menschen die Hemmschwelle für den Anruf der 112 noch sehr hoch. Beim Herzinfarkt geht es aber um jede Minute, da er jederzeit lebensbedrohliche Herzrhythmusstörungen (Kammerflimmern) auslösen kann. Auch wenn der Herzinfarkt überlebt wird, führt er zum unwiederbringlichen Untergang von Herzmuskel, wenn nicht frühzeitig behandelt wird.

Anlässlich des Weltherztags, der im September 2010 unter dem Motto "Workplace wellness – Herzgesund arbeiten" von der World Heart Federation (WHF) ausgerufen wurde, startete die Herzstiftung Gesundheitsaktionen für Betriebe. Gemeinsam mit dem Verband Deutscher Betriebs- und Werksärzte (VDBW) und seinen rund 3.000 ärztlichen Mitgliedern wurden Veranstaltungen zur Vorbeugung und Erkennung von Herz krankheiten durchgeführt. Unternehmen und Arbeitnehmer konnten kostenlos Broschüren, Aktionsplakate und Faltblätter der Herzstiftung über Herzinfarkt, Herz-Kreislauf-Risiken und Präventionsmöglichkeiten dieser und weiterer chronischer Krankheiten wie Diabetes und Bluthochdruck erhalten. An den Aktionen zur Gesundheitsförderung im Betrieb nahmen bundesweit über 1.000 Firmen teil.

Zum Weltherztag 2010 startete die Herzstiftung gemeinsam mit der Oberfinanzdirektion Rheinland (OFD) eine Gesundheitsaktion für OFD Beschäftigte unter dem Motto "Herzgesund am Arbeitsplatz". Ziel der Aktion, die bis 2011 andauern und in allen Dienststellen in Nordrhein- Westfalen durchgeführt wird, ist die Aufklärung über gesundheitliche Risiken am Arbeitsplatz, die mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen in Verbindung stehen (z. B. Stress, Bewegungsmangel, ungesunde Ernährung und Rauchen). Unterstützt wurde die Aktion von den Mitgliedern des Wissenschaftlichen Beirats in NRW, die sich als Referenten für Vorträge in den Finanzämtern zur Verfügung stellten.

Nicht das Alter, sondern der biologische Zustand zählt. Angesichts des extremen Mangels an Spenderherzen in Deutschland appellierte die Deutsche Herzstiftung an die Bereitschaft älterer Menschen zur Organspende. Denn grundsätzlich kommt das Herz eines Menschen, der älter als 60 Jahre ist, für eine Organübertragung in Frage. Das Kriterium ist nicht das Alter, sondern der biologische Zustand des Spenderorgans. Voruntersuchungen klären nicht zumutbare Vorerkrankungen. Die Deutsche Herzstiftung ruft zur Organspende auf und bietet kostenlos einen Organspendeausweis an.

Die Zeitschrift der Deutschen Herzstiftung erscheint vierteljährlich in einer Auflage von 150.000 Exemplaren. Ziel der Berichterstattung ist es, über aktuelle Entwicklungen in Medizin und Forschung auf dem Gebiet der Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu informieren und kritisch zu kommentieren.

Im Mittelpunkt stehen dabei immer die Patienten, die verständlich und umfassend informiert werden sollen. Wichtigstes Anliegen der Redaktion ist es, eine Brücke zwischen Patient und Arzt zu schlagen. Die Artikel für die Zeitschrift werden von ausgewählten Experten geschrieben, überwiegend Kardiologen und Herzchirurgen, aber auch Internisten und Psychotherapeuten.

HERZ HEUTE ist unabhängig, deshalb werden keine Anzeigen veröffentlicht. Die Ausgaben von HERZ HEUTE beinhalten auch feste Rubriken wie die Sprechstunde: Patienten fragen – Ärzte antworten. Die Rubrik Im Blickpunkt: Neues aus der Medizin fasst neue Forschungsergebnisse aus nationalen und internationalen Fachzeit schriften zusammen, die für Patienten von Bedeutung sind. Im Jahr 2010 standen folgende Themen im Mittelpunkt der Berichterstattung:

  • Was tun beim Herzstillstand?
  • Häufig aber wenig bekannt: die diastolische Herzschwäche
  • Rettungsinseln (Herznotfallambulanzen, CPU)
  • Was kann die Stammzelltherapie leisten?
  • Ein Schrittmacher steigert die Herzleistung: Resynchronisationstherapie
  • Sartane unter Verdacht – was tun?
  • Margarine: Cholesterin gesenkt – Infarkt verhindert?
  • Sport mit Herzschrittmacher und implantiertem Defibrillator
  • Aortenklappenstenose: Operation oder Kathetereingriff?
  • Kalium und Magnesium bei Herzrhythmusstörungen
  • Fische oder Pillen? Welche Wirkungen haben Omega-3-Fettsäuren?

Die Zeitschrift für Eltern herzkranker Kinder sowie für Jugendliche und junge Erwachsene mit angeborenem Herzfehler, erschien alle drei Monate – Auflage: 5.000 Exemplare, mit Beiträgen von Kinderkardiologen und Herzchirurgen. Zentrales Anliegen ist es, den Eltern komplexe medizinische Sachverhalte verständlich darzustellen und ihnen damit Entscheidungshilfen im Umgang mit angeborenen Herzfehlern zu geben. Darüber hinaus berichtet HERZBLATT über die vielfältigen Aktivitäten der Kinderherzstiftung.

Im Mittelpunkt der Berichterstattung standen folgende Themen:

  • Herztransplantation bei Kindern
  • 10 Fragen zur Gerinnungshemmung bei Kindern
  • Herzrhythmusstörungen nach der Operation angeborener Herzfehler
  • Die Therapie des Vorhofseptumdefekts

Im Jahr 2010 hat die Deutsche Herzstiftung 1.991 Anfragen mit der Bitte um medizinischen Rat erhalten. In all diesen Fällen haben die Experten des Wissenschaftlichen Beirats den Patienten geholfen, ihre Krankheit besser zu bewältigen, auf Eingriffe oder Operationen gut vorbereitet zu sein und mit Nebenwirkungen von Medikamenten umzugehen. Die telefonische Sprechstunde der Deutschen Herzstiftung, die zweimal im Monat stattfindet, wurde von 2.157 Anrufern genutzt. Als Experten antworteten insgesamt 215 Ärzte auf die Fragen der Anrufer. Themenschwerpunkte waren Herzrhythmusstörungen – vor allem Vorhofflimmern und Bluthochdruck.

Herz-Seminare und Vorträge

Im Jahr 2010 erhielt die Deutsche Herzstiftung insgesamt mehr als 60.000 Anfragen von Mitgliedern, Spendern und Interessierten mit der Bitte um Zusendung von Informationsmaterial. Dabei werden etwa 204.000 Artikel verschickt.

Anlässlich der Aufklärungskampagne "Herzwochen" wurden mehr als 20.000 Ex. der neuen Broschüre "Herzrhythmusstörungen heute" im Einzelversand versendet. Bei den Sonderdrucken wurden "Helfen Medikamente bei Herzrhythmusstörungen?" und "Vorhofflimmern: eine lange Geschichte" besonders nachgefragt.

Klinikverteiler: In regelmäßigen Aussendungen sind im öffentlichen Bereich der Kliniken, Krankenhäuser, Rehabilitationseinrichtungen und Arztpraxen zur Auslage vorgesehene Informationsschriften verteilt worden.

Service für Ärzte: Das vielfältige Informationsangebot der Deutschen Herzstiftung richtet sich nicht nur an Patienten, sondern auch an Ärzte, das sie an ihre Patienten weitergeben können.
Die Deutsche Herzstiftung bietet zudem umfangreiche Unterstützung bei Vortragsveranstaltungen. Über die Angebote informiert die Rubrik Für Ärzte auf www.herzstiftung.de.

www.herzstiftung.de: Die Homepage der Deutschen Herzstiftung wurde im Jahr 2010 optimiert und neu gestaltet. Die medizinischen Informationen zur Herzgesundheit wurden deutlich ausgeweitet. Die aktuelle Gestaltung der Seiten ermöglicht einen einfacheren und schnelleren Zugriff auf die Informationen. Die Übersichtlichkeit der Seiten wurde unter anderem durch eine andere Schriftgröße verbessert. Die Homepage der Herzstiftung wird im Monat von durchschnittlich 70.000 Besuchern aufgerufen, die rund 320.000 Seiten anklicken. 47% der Besucher gehen direkt auf die Homepage oder kommen über den Newsletter auf die Startseite, 46% über Suchmaschinen, 7% über andere Seiten.

Rundbrief per Klick: Laienverständliche Informationen über neue Erkenntnisse zum Erhalt der Herzgesundheit, zur Vorbeugung von Herzerkrankungen und über deren Behandlungsmöglichkeiten bietet der monatlich erscheinende elektronische Newsletter der Deutschen Herzstiftung. Die medizinischen Informationen und der ausführliche Ratgeber- und Serviceteil werden mit den Experten aus dem Wissenschaftlichen Beirat abgestimmt. Im Jahr 2010 wurden 10.000 neue Newsletter-Abonnenten gewonnen. Meist gelesene Newsletter-Beiträge:

  • Kalte Winterluft: Welche Herzpatienten müssen vorsichtig sein?
    Klickrate 48%
  • Cholesterin: Wie können sich Herzpatienten schützen?
    Klickrate 47%
  • Wie viele Eier darf man an Ostern essen?
    Klickrate 47%
  • Was sollten Herzpatienten im Sommer beachten?
    Klickrate: 45%

Der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. gibt Tipps zu Gesundheitsportalen im Internet. Unter den seriösen und unabhängigen Portalen wurde die Deutsche Herzstiftung als Spezial-Portal für Herz-Kreislauf-Erkrankungen hervorgehoben.

Facebook: Im Frühjahr 2010 hat die Deutsche Herzstiftung den Sprung in die sogenannten sozialen Netzwerke gewagt. Auf www.facebook.com informiert die Herzstiftung über aktuelle Herzthemen (Pressemitteilungen, Newsletter etc.). Bis zum Jahresende hatten sich über 450 Facebook-Nutzer der Herzstiftung angeschlossen.

Aktuelle Studien zeigen, dass in Deutschland jedes Jahr etwa 7.000 Kinder mit einem angeborenen Herzfehler zur Welt kommen. Für die betroffenen Eltern ist es in dieser Situation besonders wichtig, objektive und laienverständliche Informationen zu erhalten, um eine optimale Versorgung ihres Kindes zu ermöglichen. Die Kinderherzstiftung bietet diese Informationen in der Zeitschrift HERZBLATT, die viermal im Jahr erscheint und in der Kinderkardiologen und Kinderherzchirurgen aus dem Wissenschaftlichen Beirat der Herzstiftung die Herzfehler und deren Behandlungsoptionen erläutern. Diese Experten stehen auch als Autoren für Broschüren und Sonderdrucke, sowie als Ansprechpartner für die medizinische Sprechstunde zur Verfügung. Darüber hinaus bietet die Kinderherzstiftung Arzt-Eltern-Seminare und Freizeitangebote an.

Kooperationen: Um eine optimale Versorgung herzkranker Kinder zu erreichen, wird die Zusammenarbeit mit anderen Patientenorganisationen, die sich um die Belange der Menschen mit angeborenen Herzfehlern kümmern, immer wichtiger. Deshalb wurden regelmäßige Treffen (2 Mal/Jahr) mit dem Ziel vereinbart, die unterschiedlichen Aktivitäten der Organisationen zu koordinieren und bei wichtigen Fragestellungen (z. B. § 116b) gemeinsame Positionen und Stellungnahmen zu erarbeiten. Eine Arbeitsgruppe der Deutschen Gesellschaft für Pädiatrische Kardiologie (DGPK) erstellt und aktualisiert regelmäßig die Behandlungsleitlinien für kinderkardiologische Krankheitsbilder. Ziel dieser Leitlinien ist es, eine von Experten verabschiedete Orientierungshilfe für Kinderkardiologen und Kinderherzchirurgen in Kliniken und Praxen zu geben. Die Arbeit dieser Expertengruppe wurde im Jahr 2010 von der Deutschen Herzstiftung mit einem Betrag in Höhe von € 6.000,– gefördert. In einem Schreiben an den Petitionsausschuss des Bundestages forderte der Vorstand der Deutschen Herzstiftung ein Mitberatungsrecht der Deutschen Herzstiftung und weiterer Patientenorganisationen bei der Umsetzung des § 116b.

Gremienarbeit: Die Kinderherzstiftung ist assoziiertes Mitglied in der Deutschen Gesellschaft für Pädiatrische Kardiologie und beteiligt sich dort aktiv in den Arbeitsgruppen "EMAH", "Prävention" und "Psychosoziale Belange".

Selbsthilfegruppen: Die Kinderherzstiftung vermittelt den Kontakt zu regionalen Selbsthilfegruppen und Elternvereinigungen, unterstützt diese bei den verschiedensten Aktionen z. B. Informationsständen, Ausflügen u.v.m.

www.kinderherzstiftung.de: Einen immer größeren Stellenwert bei der Suche nach laienverständlichen Informationen nehmen die neuen Medien ein. Die Kinderherzstiftung reagiert auf dieses Informationsbedürfnis mit einer eigenständigen Internetpräsenz seit 2010 unter www.kinderherzstiftung.de. Der Internetaufritt wurde dabei aktualisiert. Die Gestaltung der Seiten ermöglicht einen einfachen und schnellen Zugang auf die Informationen, die Übersichtlichkeit der Seiten wurde verbessert. Das bereits seit fünf Jahren bestehende Internetforum wurde an prominenter Stelle in die neue Website integriert. Das Forum ist zu einem der größten Internet-Treffpunkte dieser Art angewachsen. Zahlreiche betroffene Kinder und Jugendliche, aber auch deren Eltern nutzen diese Möglichkeit, um sich auszutauschen, Rat zu holen oder zu chatten.

Zum Tag des herzkranken Kindes am 5. Mai forderte die Deutsche Herzstiftung die Forschung im Bereich der Behandlungsmöglichkeiten angeborener Herzfehler auszuweiten, denn sie sieht noch großen Forschungsbedarf. Zwar haben beachtliche Fortschritte bei den Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten dazu geführt, dass selbst bei Vorliegen eines schweren angeborenen Herzfehlers heute rund 90 Prozent der Betroffenen das Erwachsenenalter erreichen. Da es aber noch längst nicht in allen Fällen befriedigende Therapiemöglichkeiten gibt, ist die intensive Förderung der Wissenschaft im Dienste herzkranker Kinder weiter dringend notwendig.

Seminare und Tagungen:

  • Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Pädiatrische Kardiologie in Weimar (2. - 5.10.2010). Zum ersten Mal konnte sich die Kinderherzstiftung während der diesjährigen Tagung der Kinderkardiologen mit einem Posterbeitrag aktiv in die Vortragsangebote einbringen. Da ein Schwerpunktthema der Jahrestagung die Lebensqualität der Betroffenen war, berichtete die Kinderherzstiftung über die Erfolge, die durch die Teilnahme an den Freizeitangeboten, insbesondere dem Segeltörn, zu erzielen sind.
  • Fachtagung 6. DHZB-Lange-Symposium in Berlin (23. - 24.01.2010)
  • Arbeitsgruppentreffen der AG Psychosoziale Belange der DGPK in München (17.04.2010)
  • Arzt-Eltern-Seminar in Erlangen in Kooperation mit Herzkind e.V. (19.06.2010)
  • Arzt-Eltern-Seminar in Freiburg in Kooperation mit Herzklopfen e.V. (19.06.2010)
  • Unterstützung der Bundesvereinigung JEMAH bei der Ausrichtung der Euro-Hearts-Konferenz (19. - 23.07.2010),
    Förderbetrag: € 6.000,-
  • Seminar "Abenteuer Mutter" für Mütter herzkranker Kinder in Bad Endbach (15. - 17.10.2010)
  • Fachtagung "Neue Medien – Neue Selbsthilfe?!" in Berlin (23.11.2010)

Freizeitangebote: Jedes Jahr bietet die Kinderherzstiftung drei Freizeiten für Kinder mit angeborenem Herzfehler an. Die Skiwoche und der Segeltörn werden von einem erfahrenen Kinderkardiologen begleitet. Die Teilnehmer können unter ärztlicher Aufsicht ihre individuelle Belastungsgrenze erfahren, ihr Selbstvertrauen stärken und sich gleichzeitig mit anderen Betroffenen austauschen.

  • Skiwoche in Achenkirch/Österreich vom 07. - 14.03.2010 (19 Teilnehmer)
  • "Zurück in die Steinzeit" – Familienfreizeit in Herbstein vom 13. - 16.05.2010 (13 Familien, 24 Erwachsene und 24 Kinder)
  • Segeltörn auf der Ostsee vom 25.07. - 04.08.2010 (10 Teilnehmer)
Projekte – Projektförderung

Die Deutsche Herzstiftung unterstützt patientenorientierte Projekte auf dem Gebiet der Herz-Kreislauf-Erkrankungen im Erwachsenen- und Kindesalter. Die Anträge werden in der Regel zunächst durch den Wissenschaftlichen Beirat begutachtet. Aufgrund der Gutachterempfehlungen entscheidet der Vorstand über die Förderung. Die Antragsteller verpflichten sich, einen Abschlussbericht und, je nach Dauer des Projekts einen Zwischenbericht sowie eine Kostenkalkulation vorzulegen. Darüber hinaus müssen die Ergebnisse der Förderprojekte in die Aufklärungsarbeit der Deutschen Herzstiftung einfließen können.

Kampf dem Herzinfarkt: Die Deutsche Herzstiftung unterstützt Projekte, die zum Ziel haben, eine Verkürzung der Prähospitalzeit und die Senkung der Herzinfarktsterblichkeit zu erreichen sowie die Versorgung von Herzpatienten zu verbessern, wie z. B. die Herzinfarktnetze in Weiden, Köln, Hamburg und Herne.
Für das Projekt "Lübeck gegen den Herzinfarkt" unter der Leitung von Prof. Dr. Peter Radke, Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Lübeck wurde 2010 eine Anschubfinanzierung bewilligt. Die Kampagne startet 2011.
Förderbetrag: € 10.000,–

Versorgung von Herzinfarktpatienten: 2010 wurden Mittel für das Institut für Herzinfarktforschung, Ludwighafen, bewilligt. Unter der Leitung von Prof. Dr. Jochen Senges soll in einer zweijährigen Studie die Versorgung von Herzpatienten erforscht werden. Dabei stehen sowohl die Analyse der Prähospitalzeit als auch die Versorgung innerhalb der Klinik im Vordergrund.
Förderbetrag: € 60.000,–
Förderzeitraum: 2 Jahre

Epidemiologie des Herzinfarktes im Ruhrgebiet: Gefördert wurde ein Projekt zur Analyse der Infarktdokumentation, durchgeführt vom Westdeutschen Herzzentrum Essen unter der Leitung von Prof. Dr. Raimund Erbel.
Förderbetrag: € 10.000,–
Förderzeitraum: 8 Monate

Herzvorsorge in Europa: Eines des internationalen Projekte, an dem sich die Deutsche Herzstiftung aktiv beteiligt, ist das auf drei Jahre angelegte EuroHeart-Projekt des European Heart Network (EHN) und der European Society of Cardiology (ESC). Der in dessen Rahmen erstellte Bericht "Prävention von Herz-Kreislauf-Krankheiten in Europa", basiert auf Datenerhebungen in 16 Staaten und hilft dabei, nationale Vorsorgungs-Strategien miteinander zu vergleichen.

Gesundheitsförderung im Betrieb: Die Deutsche Herzstiftung unterstützte das Projekt "Bayerns fittestes Unternehmen", das in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Staatsministerium für Arbeit, Sozialordnung, Familie und Frauen durchgeführt wird. In diesem Projekt konnten bayerische Unternehmen an Bewegungsprogrammen teilnehmen sowie in Seminaren und Gesundheitstagen über den Abbau von Risikofaktoren von Herz-Kreislauf-Krankheiten informieren.
Förderbetrag: € 15.000,–

Mittelmeerküche: Die Deutsche Herzstiftung bietet seit fünf Jahren das Projekt "Einführung der traditionellen Mittelmeerküche für Patienten und Mitarbeiter in Kliniken und Betrieben" an.
Die Herzstiftung lud im April 2010 gemeinsam mit Projektpartner Gerald Wüchner, Küchendirektor des Verbundklinikums Landkreis Ansbach, die Küchenleiter aus dem gesamten Bundesgebiet zum Erfahrungsaustausch nach Frankfurt am Main ein, die mediterranes Essen bereits fest im Speiseangebot führen und das Projekt der Herzstiftung unterstützen. Bislang haben über 40 Krankenhäuser, Kliniken, Alten- und Pflegeheime, Betriebe und eine Schule ihr Essensangebot auf gesunde Mittelmeerküche umgestellt.
Projektkosten: € 35.780,–

Nichtraucherförderung: "Be smart – don´t start" ist bundesweit das wahrscheinlich größte Projekt zur Raucherprävention an Schulen unter Leitung von Prof. Dr. Reiner Hanewinkel, Institut für Therapie und Gesundheitsforschung (IFT-Nord), Kiel. Trotz sinkender Schülerzahlen haben im Schuljahr 2009/2010 10.587 Schulklassen mit über 275.000 Schülerinnen und Schülern daran teilgenommen. Sie verpflichteten sich, über die Dauer eines Schuljahres nicht zu rauchen. 67,1% der Klassen schlossen den Wettbewerb erfolgreich ab.
Förderbetrag: € 20.000,–
Förderzeitraum: 1 Jahr

Rauchzeichen: Auf Initiative von Prof. Dr. Martin Kaltenbach hat die Deutsche Herzstiftung ein Programm entwickelt, mit dessen Hilfe die Schüler vom Rauchen abgehalten werden sollen. Nicht der Lehrer, sondern ein Arzt, dessen Kinder, Enkel und Kinder seiner Freunde in die Schule gehen, klärt über das Rauchen auf. Referenten sind Mitglieder des Wissenschaftlichen Beirats der Deutschen Herzstiftung. An dem Projekt, das auf das Rhein-Main-Gebiet beschränkt ist, nahmen im Berichtsjahr 40 Schulen mit rund 7.000 Jugendlichen teil. Eigens für das Projekt wurde ein Video produziert, das sich an Kinder und Jugendliche richtet, und in dem Musiker, Sportler und Prominente Vorbildfunktion übernehmen, indem sie vor den schädigenden Folgen des Rauchens auf Gesundheit und Leistungsvermögen im Alltag warnen.
Projektkosten: € 88.000,–

Seilspringen – Skipping Hearts in Schulen: Weltweit ist bereits mehr als jedes fünfte Schulkind übergewichtig. Um dieser Entwicklung entgegenzusteuern, soll das Präventionsprojekt dazu beitragen, wieder mehr Bewegung in den Schulalltag zu integrieren. Im Jahr 2010 wurde das Projekt in Bayern und im Saarland neu eingeführt, so dass insgesamt sechs Bundesländer (Baden-Württemberg, Berlin, Hessen, Rheinland- Pfalz) dieses anbieten. Erfreulich ist die positive Resonanz. 2010 wurden 511 Kurse durchgeführt. Insgesamt sind 1.290 Anmeldungen für das Schuljahr 2010/2011 eingegangen.

Die positive Entwicklung gilt auch für die zweite Projektphase "Skipping Hearts Champion". Sie dient dazu, Seilspringen nachhaltig umzusetzen. Hierfür erhalten Schulen ein kostenloses Materialpaket, mit dessen Hilfe sie die von der Herzstiftung erarbeiteten Unterrichtsstunden umsetzen können. Seit Projektbeginn 2006 haben 124 Schulen das Champion-Programm durchgeführt.
Projektkosten: € 61.525,27

Gesundes Pausenbrot: Anlässlich der Aktion Gesundes Pausenbrot der Deutschen Herzstiftung bekamen bspw. die Schülerinnen und Schüler der Siedlungsgrundschule Speyer Äpfel geschenkt und hatten die Gelegenheit, über ihre Ernährung zu sprechen. Auf Initiative der Herzstiftung erklärte eine Kinderärztin vor Ort, wie man sich gesund ernährt. Unser ehrenamtlicher Beauftragter Walter Schmitzer war an diesem Tag dabei und verteilte Obst an die Kinder.

Erste-Hilfe-Unterweisung mit HLW in Berliner Grundschulen: Um schon früh die Grundtechniken der ersten Hilfe zu erlernen, bietet das Berliner Jugendrotkreuz in Zusammenarbeit mit der Herzstiftung Grundschulen bis zur 6. Klassenstufe Kurse an. Im Klassenverband und altersgerecht lernen die Kinder das richtige Verhalten in Notfallsituationen. Die Klassenstufen 5 und 6 üben zusätzlich die Herz-Lungen-Wiederbelebung.
Im Jahr 2010 fanden 2.328 Unterweisungen an 136 Grundschulen statt. Insgesamt nahmen 7.664 Schülerinnen und Schüler daran teil.
Förderbetrag: € 30.000,-
Förderzeitraum: 1 Jahr

Forschungsförderung

Die Deutsche Herzstiftung fördert gemeinsam mit ihrer Tochter - organisation, der Deutschen Stiftung für Herzforschung (DSHF), klinische Forschung und Grundlagenforschung auf den Gebieten der Vorbeugung, Diagnostik, Therapie und Nachbehandlung von Herz- und Kreislauf-Erkrankungen unter besonderer Berücksichtigung patientenbezogener Fragestellungen. Dank der Unterstützung von Mitgliedern und Spendern konnten im Jahr 2010 Stipendien, Wissenschaftspreise und Forschungsprojekte mit einem Gesamtvolumen von € 992.932,– gefördert werden.

Seit 1985 vergibt die Deutsche Herzstiftung einen Förderpreis an junge Wissenschaftler. Ausgezeichnet wird eine wissenschaftliche Arbeit auf dem Gebiet der Herz-Kreislauf-Erkrankungen, bevorzugt aus einem patientennahen Forschungsbereich.
Seit 13 Jahren wird die mit € 10.000,– dotierte Auszeichnung durch das Ehepaar Ursula und Wilhelm P. Winterstein aus Hanau gestiftet und seit 2002 nach ihrem Stifter Wilhelm P. Winterstein benannt.
Für den Wilhelm P. Winterstein-Preis 2010 wurden 16 Arbeiten eingereicht und anonymisiert an die Gutachter des Wissenschaftlichen Beirats der DSHF zur Beurteilung weitergegeben. Die Arbeiten mit der höchsten Punktzahl wurden vom Vorstand ausgezeichnet und im Rahmen der Mitgliederversammlung in Frankfurt am Main an zwei Wissenschaftler verliehen.
Insbesondere wegen des patientennahen Forschungsbezugs entschlossen sich Gutachtergremium und Stifter zur Benennung von zwei Erstpreisträgern und einer Doppelung des Preisgeldes. Die Preisträger waren:

Dr. Wibke Hengstenberg, MBA, Universitätsklinikum Regensburg, "Der EKG-Phänotyp der frühen Repolarisation ist mit einem erhöhten Risiko für kardiovaskuläre Mortalität in der Allgemeinbevölkerung assoziiert: Ergebnisse der MONICA/KORA-Studie"

Dr. Benjamin Meder, Universitätsklinikum Heidelberg "Complex micro-RNA Signatures as Novel Biomarkers for Acute Myocardial Infarction"

Wilhelm P. Winterstein-Preisträger 1985 – 2010

Nach dem frühen Tod ihres Sohnes Gerd Killian entschied sich Doris Killian, die Kinderherzstiftung der Deutschen Herzstiftung zur Alleinerbin einzusetzen. Die Erträgnisse aus dem Nachlass sollen nach dem Willen Doris Killians insbesondere zur Stärkung von Forschungsaktivitäten für Kinder mit angeborenem Herzfehler bestimmt sein. So hat die Deutsche Herzstiftung den "Gerd Killian-Fonds" eingerichtet, der 2009 seine Arbeit aufnehmen konnte. Erstmals 2010 wurden aus dem Gerd Killian-Fonds zwei Forschungsvorhaben auf dem Gebiet der angeborenen Herzfehler gefördert.
Die Deutsche Herzstiftung hat gemeinsam mit der DGPK im Rahmen ihrer Jahrestagung Anfang Oktober in Weimar die beiden Auszeichnungen verliehen:

PD Dr. Joachim Eichhorn, Kinderkardiologie, Universitätsklinikum Heidelberg, für seine Untersuchung zum operativen Verfahren zur Schaffung einer sog. "Fontan-Zirkulation" bei Kindern mit einem univentrikulären Herzen, bei denen nur eine Herzkammer funktioniert.
Förderbetrag: € 30.000,–

Dr. Oliver Miera, Kinderkardiologie, Deutsches Herzzentrum Berlin, für seine Arbeit, inwiefern sich die Verträglichkeit von Blutkonserven für Säuglinge und Kinder nach einer Herzoperation durch spezielle Reinigungsverfahren verbessern lässt und infolgedessen Komplikationen zu verringern sind.
Förderbetrag: € 30.000,–

Jahresstipendien: Die Deutsche Herzstiftung vergibt Stipendien vornehmlich an junge Ärzte, die sich der Grundlagenforschung oder der klinischen Forschung auf dem Gebiet der Herz-Kreislauf-Erkrankungen widmen. Das Stipendium ist mit monatlich € 2.455,– in Deutschland und Europa dotiert, mit € 3.700,– außereuropäisch. Die Laufzeit des Stipendiums beträgt in der Regel ein Jahr, in begründeten Fällen ist eine Verlängerung möglich. Die Richtlinien zur Vergabe von Stipendien stehen auf der Homepage der Deutschen Herzstiftung. Über die Vergabe eines Stipendiums entscheidet der Vorstand auf Antrag sowie auf der Grundlage zweier Fachgutachten und der Empfehlung des Wissenschaftlichen Beirats der Deutschen Stiftung für Herzforschung.
Im Jahr 2010 genehmigte die Deutsche Herzstiftung vier Anträge auf Jahresstipendien, ein bewilligter Antrag wurde zurückgezogen. Insgesamt gingen zwölf Bewerbungen ein.
Förderbetrag: € 96.060,-

Jahresstipendiaten 2010

Die Deutsche Herzstiftung vergibt seit 2009 Jahresstipendien für medizinische Doktoranden. Das Kaltenbach-Doktoranden-Stipendium ist benannt nach dem Mitbegründer der Deutschen Herzstiftung, Prof. Dr. Martin Kaltenbach. Mit dem Stipendium sollen Arbeiten der klinischen Forschung auf dem Gebiet der Herz-Kreislauf-Erkrankungen gefördert werden. Es soll dazu dienen, dass Doktoranden, die auf einen Zusatzverdienst angewiesen sind, sich auf ihre wissenschaftliche Arbeit konzentrieren können. Die Förderung beträgt € 500,- pro Monat und hat eine Laufzeit von einem Jahr. Die Anträge sind formlos mit Angabe des Themas und einer kurzen Beschreibung des Vorhabens sowie den Unterschriften des Doktoranden und des Betreuers einzureichen. Die Stipendiaten verpflichten sich, der Deutschen Herzstiftung spätestens nach sechs Monaten einen Zwischenbericht über den Stand der Arbeit zu senden. Über die Zuteilung entscheidet der Vorsitzende der Deutschen Herzstiftung gemeinsam mit dem stellvertretenden Vorsitzenden und dem Vorsitzenden des Wissenschaftlichen Beirats der Deutschen Stiftung für Herzforschung. Im Jahr 2010 gingen 13 Anträge ein. Acht davon wurden genehmigt.
Förderbetrag: € 48.000,-

Kaltenbach-Doktoranden-Stipendiaten

(KidsTUMove) Leitung: Prof. Dr. Renate Oberhoffer, TU München, Lehrstuhl Gesundheitsförderung, zur Prävention kardiovaskulärer Erkrankungen durch Risikoscreening und nachhaltige Bewegungsförderung von übergewichtigen Kindern.
Förderbetrag: € 114.349,–
Förderzeitraum: 3 Jahre

Eine tierexperimentelle Studie im Schweinemodell mittels externer Jet-Telemetrie von Prof. Dr. Dr. habil. Gerald Reiner, Justus-Liebig-Universität Gießen unter Mitwirkung von Prof. Dr. Hans-Joachim Trappe, Marienhospital Herne.
Förderbetrag: € 37.957,-
Förderzeitraum: 1 Jahr

Die Deutsche Herzstiftung e.V. und die Deutsche Stiftung für Herzforschung haben im Jahr 2010 die Forschungsdokumentation "15 Jahre Forschungsförderung für die Kardiologie" vorgelegt.
Darin zeigen beide Organisationen ihre vielfältigen Förderaktivitäten. Von 1994 bis 2008 konnten 140 Forschungsprojekte und 57 Forschungsstipendien mit einem Gesamtvolumen von € 7,3 Mio. finanziert werden. Darüber hinaus wurden 50 Wissenschaftspreise im Wert von € 360.000,– verliehen. Das Spektrum der geförderten Herzforschung ist breit und umfasst die Kardiologie, Herzchirurgie, Kinderkardiologie, Physiologie und Pharmakologie. Herausgeber: Prof. Dr. Hans Carlo Kallfelz unter Mitarbeit von Prof. Dr. Erland Erdmann, Prof. Dr. Thomas Eschenhagen und Prof. Dr. Friedrich Wilhelm Mohr.

Ziel der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Deutschen Herzstiftung ist es, die Bevölkerung unabhängig, seriös und kompetent nach neuestem Wissensstand über Herz-Kreislauf-Erkrankungen und den Erhalt der Herzgesundheit zu informieren. Hierzu gibt die Deutsche Herzstiftung in enger Zusammenarbeit mit den Experten des Wissenschaftlichen Beirats Pressemitteilungen mit medizinischen Informationen heraus, die laienverständlich sind und praktische Empfehlungen für einen gesunden Lebensstil enthalten. Der Pressedienst versorgt rund 1.000 Redaktionen und Medienvertreter in Deutschland mit Pressemitteilungen. Journalisten von Nachrichtenagenturen, TV-, Hörfunk- und Printredaktionen wenden sich regelmäßig an die Pressestelle mit der Bitte um Vermittlung von Herzspezialisten für eine unabhängige Einschätzung zu Veröffentlichungen über neue Behandlungsmethoden oder Diagnoseverfahren.
Darüber hinaus nimmt die Deutsche Herzstiftung zu gesundheitspolitischen Themen Stellung, um die Interessen der Herzpatienten zu vertreten. Unter www.herzstiftung.de erhalten Journalisten frei zugänglich zahlreiche Informationen.

Die Gesundheitsmagazine aller öffentlich- rechtlichen Fernsehanstalten berichteten über die bundesweite Aufklärungsaktion und informierten über Erkennung und Behandlung von Herzrhythmusstörungen. Insgesamt strahlten die öffentlich-rechtlichen und privaten Fernseh- und Hörfunkanstalten 128 Sendungen zum Thema aus und erreichten über 14 Millionen Zuschauer/Hörer. Tageszeitungen und Zeitschriften informierten ihre Leser in zahlreichen Artikeln und veranstalteten Telefonaktionen mit Experten aus dem Wissenschaftlichen Beirat der Deutschen Herzstiftung. Die Pressetexte der Herzwochen erreichten Abdrucke von 56 Millionen Exemplaren.
Im Jahr 2010 hat die Deutsche Herzstiftung insgesamt 39 Pressemitteilungen unter Mitarbeit von Experten aus Vorstand und Wissenschaftlichem Beirat herausgegeben. Mithilfe der starken Medienpräsenz und Dank der Berichterstattung der Journalisten konnte die Deutsche Herzstiftung laut Umfrage von tns infratest im Jahr 2010 ihren Bekanntheitsgrad in der Bevölkerung auf 35,2 % (von 27,8 %) steigern.

Pressemitteilungen 2010

Zeit ist Leben! Der Aufklärungsbedarf über das richtige Verhalten bei Verdacht auf Herzinfarkt ist hoch: Zwar ist die 112 für den Notruf weithin bekannt. Kommt es aber zum Notfall, ist für viele Menschen die Hemmschwelle für den Anruf der 112 sehr hoch. Beim Herzinfarkt geht es aber um jede Minute. Jeder vierte Infarktpatient stirbt, bevor er in die rettende Klinik kommt, weil zu lange gewartet und so eine rasche Behandlung verhindert wurde. In einer bundesweiten Medienkampagne mit großflächigen Plakaten an 3.100 Standorten in 105 Städten, einem TV-Spot, der rund 100-mal im Fernsehen ausgestrahlt wurde, Presseveranstaltungen, Internet-Auftritt und Informationsmaterial klärte die Herzstiftung über das richtige Verhalten im Notfall auf. Die Printmedien berichteten in einer Gesamtauflage von 16 Millionen Abdrucken darüber.

Die Deutsche Herzstiftung hat 2010 zwei Journalistinnen für ihre hervorragende Berichterstattung über Herz-Kreislauf-Erkrankungen geehrt:

Martina Heise-Thonicke
(Hessische/Niedersächsische Allgemeine)
Ruth Wiedner
(Neuß-Grevenbroicher Zeitung)

Sie wurden für ihre sachlichen und kompetenten Beiträge über aktuelle Entwicklungen in den Bereichen Medizin und Gesundheit ausgezeichnet. Ihnen ist es gelungen, den Lesern schwierige medizinische Sachverhalte verständlich darzustellen sowie wertvolle Ratschläge von hohem Nutzen zu geben, ohne dabei falsche Hoffnungen zu wecken.

Die Deutsche Herzstiftung dankt allen Journalisten, die über Herz- Kreislauf-Erkrankungen sowie über deren Vorsorge, Erkennung und Behandlung kompetent berichtet haben. Ihre Berichterstattung hat vielen Menschen geholfen und zum Erfolg der Aufklärungsarbeit der Deutschen Herzstiftung beigetragen.

Zur Aufklärung der Bevölkerung über Herz-Kreislauf-Erkrankungen setzt die Deutsche Herzstiftung Füll-Anzeigen ein, die von Zeitungs- und Zeitschriftenverlagen kostenfrei abgedruckt werden. 2010 erschienen anlässlich der bundesweiten Herzinfarkt-Kampagne "Zeit ist Leben" Anzeigen mit dem Motto Bei Herzinfarkt sofort 112 rufen!.

Die Deutsche Herzstiftung konnte 2010 kostenfreie kurze Textanzeigen, die bei Eingabe eines Suchwortes entweder rechts neben den Suchergebnissen erscheinen oder auch über den Ergebnissen eingeblendet werden auf www.google.de schalten und damit im Internet werben.

Gesundheitspolitische Stellungnahmen der Deutschen Herzstiftung gab es im Jahr 2010 unter anderem zu den Themen Nichtraucherschutz, Lebensmittelkennzeichnung und Organspende.

Die Deutsche Herzstiftung unterstützte den Volksentscheid zum Nichtraucherschutz in Bayern. Mit Großflächen-Plakaten an 400 Standorten in 16 Städten und zwei Pressemeldungen warb die Deutsche Herzstiftung für das Nichtraucherschutzgesetz. 61% stimmten für eine strikte Regelung des Nichtraucherschutzes und machten die Initiative damit erfolgreich.
Anlässlich der Diskussionen zur Änderung des Hessischen Nichtraucherschutzgesetzes in einer Anhörung im Hessischen Landtag, forderte die Deutsche Herzstiftung ein ausnahmeloses Rauchverbot in allen öffentlichen Räumen und Arbeitsstätten, in Restaurants, Bars, Diskotheken und Clubs.

Die Deutsche Herzstiftung setzt sich für die Ampelkennzeichnung von Lebensmitteln ein. Gemeinsam mit Partnern von Verbraucher- und Gesundheitsorganisationen forderte die Herzstiftung vom Europaparlament, die Ampel auf Grün zu schalten. In einem Schreiben an alle EU-Parlamentarier appellierte das Bündnis, für die Ampelkennzeichnung als leicht verständliche Entscheidungshilfe bei der Auswahl von Lebensmitteln zu votieren. Die Ampelkennzeichnung wurde vom Europaparlament abgelehnt.

Angesichts des extremen Mangels an Spenderherzen in Deutschland appellierte die Deutsche Herzstiftung an die Bereitschaft älterer Menschen zur Organspende. In einer Pressemeldung hob die Herzstiftung hervor, dass bei einer Organspende nicht das Alter, sondern der biologische Zustand zählt.

Die Arbeit der Deutschen Herzstiftung wird von Mitgliedern, Spendern und Förderern getragen. Dank ihrer vielfältigen Unterstützung können die in § 2 der Satzung verankerten Aufgaben und Ziele des gemeinnützigen Vereins umgesetzt werden. Ob 10 Euro, 100 Euro oder 1000 Euro – die Deutsche Herzstiftung ist für jeden Betrag dankbar. Wir bitten um Verständnis, dass an dieser Stelle nicht jeder Förderer namentlich genannt werden kann oder auch will.

Beispiele für Spenden, Benefizaktionen und Zuwendungen:

Abbott Vascular Herz-Lauf – eine Initiative der DGK und Abbott Vascular Deutschland GmbH, im Rahmen der 76. Jahrestagung der DGK in Mannheim € 9.999,–
Nikolaus-Gala, Köln, veranstaltet von Charlotte Feindt € 19.000,–
Axel Springer AG, Berlin, spendete auf Vermittlung von Barbara und Hans-Dietrich Genscher € 10.000,–
Marouan Gedächtnislauf: 10-km-Langstreckenlauf in Semd (Groß-Umstadt, Hessen) € 4.200,–
Tele 2, Düsseldorf, Benefiz-Aktionen: Lauf mit Herz, Happy Valentine, Virtuelle Lichter für Kinder € 15.000,–
Hennefer Sieg-Reha GmbH: 20-Stunden-Fahrradfahren der Mitarbeiter € 3.000,–
KONTEC GmbH, Korntal-Münchingen, Spende € 2.500,–
Evonik Röhm GmbH, Darmstadt, Spende € 2.000,–
CCB HERZWERK, Frankfurt a. M.: Jubiläumsveranstaltung € 820,–
Benefizkonzerte von Prof. Dr. Hans-Joachim Trappe in: Berlin/St. Hedwigs-Kathedrale, Merseburg/Dom, Hamburg/St. Jacobi € 2.200,–
Spendensammlung des Landfrauenvereins Nauheim € 500,–
Polizei Bamberg, Tippspiel zur Fußball-Weltmeisterschaft 2010 € 100,–
Fitnesspark Pfitzenmeier, HerzAktiv-Charity in Neustadt € 1.100,–
Spendensammlung der Grundschule Wallerstädten in Groß-Gerau € 1.100,–
Spendensammlung der Grundschule Herbolzheim bei Freiburg im Breisgau € 750,–
Weihnachts-Spendenbarometer der Kinderherzstiftung € 580,–

Anlass-Spenden: Es gibt zahlreiche Anlässe zum Feiern, beispielsweise Geburtstage, Hochzeiten, Jubiläen, Familienfeste oder besondere Anlässe in Unternehmen. Anstelle von Geschenken haben 2010 viele Menschen um Spenden zugunsten der Deutschen Herzstiftung gebeten:

  • 120 Geburtstage
  • 22 Hochzeitsjubiläen
  • 3 Abschiede aus dem Berufsleben
  • 289 Trauerfälle mit Kondolenzspenden

Spendenmailings: Die Deutsche Herzstiftung setzt zur Spendenge winnung auch sogenannte Mailings ein. Im Jahr 2010 wurden fünf Werbeaktionen umgesetzt. Die Deutsche Herzstiftung legt großen Wert darauf, dass dabei nicht nur die Spendenwerbung im Mittelpunkt steht, sondern Brief und Anlagen dem Leser nützliche Informationen bringen. Durch den Versand dieser Spendenbriefe wurden Spenden von insgesamt € 1,5 Mio. eingeworben.

Sponsoring: Wort & Bild Verlag: Im Rahmen eines Sponsorings wurden Aufklärungs projekte und Programme für herzkranke Kinder gefördert. Darüber hinaus schaltete der Verlag in seinen Gesundheitsmagazinen (Apotheken Umschau, Senioren Ratgeber und Diabetes Ratgeber) Spendenanzeigen zur gezielten Unterstützung von Präventions- und Kinderprojekten. Die Vereinbarung kam auf Initiative von Verleger Rolf Becker, Inhaber und Generalbevollmächtigter des in Baierbrunn bei München ansässigen Verlags, zustande.
Sponsoring: € 60.000,–
Erlös aus Spendenanzeigen: € 8.700,–

Bußgelder: Als gemeinnütziger Verein ist die Deutsche Herzstiftung berechtigt, Geldauflagen aus Gerichtsverfahren zu erhalten. 183 Zuweisungen gingen 2010 an die Herzstiftung.
Gesamterlös: € 202.927,60

Verkaufsartikel (Wirtschaftlicher Geschäftsbetrieb): Die traditionelle Mittelmeerküche ist besonders gut geeignet, um das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu senken. Gemeinsam mit Küchendirektor Gerald Wüchner hat die Deutsche Herzstiftung das Koch- und Ernährungsbuch "Mediterrane Küche – eine Chance für die Zukunft" im Jahr 2010 in der 5. Auflage herausgegeben (Verkaufspreis € 20,– + Versand); 6.300 Exemplare wurden verkauft.
Erlös: € 117.600,–

Kalender 2011 – Mittelmeerküche: Die Deutsche Herzstiftung hat zwei Kalender aufgelegt. Einen Taschenkalender mit 24 Rezepten aus der mediterranen Küche und einen Wandnotizkalender mit 12 Rezepten. Insgesamt wurden 2.999 Exemplare verkauft.
Erlös: € 24.424,–

Benefiz-Orgel-CDs: Wenn Musik wie sanfte Medizin wirkt Musik, besonders klassische Musik, wirkt entspannend, und Experten zufolge sogar heilend. Die Orgel-CDs "Hoher Dom zu Passau" mit weihnachtlicher Musik und "Herztöne – Musik für die Gesundheit", eingespielt von Prof. Dr. Hans-Joachim Trappe, wurden insgesamt 7.761-mal verkauft.
Die CD "Herztöne" erbrachte einen Erlös von € 67.930,–

Im Jahr 2010 erhielt die Herzstiftung € 3,27 Mio. aus Erbschaften und Vermächtnissen. Die Testamente der Erblasser legen die Verwendung des Nachlasses oftmals genau fest, beispielsweise zur Förderung der Aufklärung über Herzkrankheiten, zur Unterstützung der Forschung oder der Arbeit für herzkranke Kinder. Die Deutsche Herzstiftung gedenkt in Dankbarkeit:
Margot Becker, Eleonore Bilstein, Karl Böhm, Gerda Brungs, Dr. Ursula Grabow, Franziska Gutermuth, Rolf Jakober, Günter Janke, Johann Jauernik, Hans Kalbhenn, Hermann Kreuzig, Liselotte Lammert, Margot Meyer, Ursula Mischell, Lina Münch, Hubert Palluch-Frerichs, Margarete Pfuhl, Ingeborg Renner, Monika Schärf, Elfriede Schmid, Ilse Schneider, Heinrich Simon, Ewald Stadtfeld, Wolfgang Wengenroth, Birgit Wiederhold, Elli Wimpfheimer

Die Beck'sche Stiftung mit Sitz in Berlin hat die Arbeit der Deutschen Herzstiftung erneut mit einer großzügigen Spende unterstützt. Dr. Clemens Beck (Foto), Neffe des im Jahre 2006 verstorbenen Stiftungsgründers Hans-Oskar Beck und Vorsitzender der Stiftung, stellte € 30.000,– für Projekte der Kinderherzstiftung bereit. Die Mittel kommen der Arbeit für herzkranke Kinder und Präventionsprogrammen im Kindes- und Jugendalter zugute. 2010 wurde die Förderung für einen herzchirurgischen Eingriff eines Kindes, für die Ausbildung in Herz-Lungen-Wiederbelebung an Berliner Grundschulen, für Freizeitangebote für herzkranke Kinder und für das Projekt "Skipping Hearts" (Seilspringen für Kinder in Grundschulen) eingesetzt.

Herbert und Gertrud Dietze-Stiftung: Unter dem Namen "Herbert und Gertrud Dietze-Stiftung" soll das Vermögen von Gertrud Dietze in der vollen Höhe von € 767.000,– erhalten bleiben. Das hat die Erblasserin in ihrem Testament verfügt. Aus den Erträgen des Vermögens sind Projekte zugunsten herzkranker Kinder zu finanzieren. Aus den Erträgen 2010 blieben € 24.400,– für die Zweckerfüllung übrig und sind für den Aufbau einer sozialrechtlichen Beratungsstelle bestimmt.

Die Deutsche Herzstiftung dankt allen Mitgliedern und Förderern für die großzügige Unterstützung im Jahr 2010.

Ausblick 2011

Der Bluthochdruck wurde zum Thema der bundesweiten Herzwochen im November 2011 gewählt, Titel der Kampagne: "Herz unter Druck". Etwa jeder zweite Erwachsene hat Blutdruckwerte über 140/90 mmHg und damit einen hohen Blutdruck. Bluthochdruck ist eine schleichende Erkrankung, die jahrelang keine Beschwerden verursacht und unbehandelt oder gar unentdeckt bleibt. Oft führen erst schwerwiegende Folgen eines unbehandelten Hochdrucks den Patienten zum Arzt: z. B. Herzinfarkt, Schlaganfall, Herzschwäche, Herzrhythmusstörungen, Nierenversagen oder Verschluss der Beingefäße. Deshalb möchte die Herzstiftung mit ihrer wichtigsten Aufklärungskampagne, den bundesweiten Herzwochen vom 01.-30.11.2011, die Bevölkerung für die Gefahren des Bluthochdrucks und die Wichtigkeit der Blutdruckmessung sensibilisieren.

Gleich zu Jahresbeginn ist der Start des Aktionsbündnisses "Lübeck gegen den Herzinfarkt" unter dem Motto "Jede Minute zählt! Bei Herzinfarkt sofort 112" geplant. Gemeinsam mit den kardiologischen Kliniken und dem Lübecker Rettungsdienst verstärkt die Herzstiftung ihre Bemühungen um eine bessere Herzinfarktversorgung in der Hansestadt. Ziel ist es, die Lübecker Bevölkerung im Rahmen einer Plakat- und Aufklärungskampagne über richtiges Notfallverhalten bei Herzinfarktverdacht, die Herzinfarkt-Alarmzeichen und Risikofaktoren zu informieren. Geplant sind Großflächenplakate an 100 Standorten, Vortragsveranstaltungen und Medienaktionen.

Lebensrettende Informationen zum Notfallverhalten bei Herzinfarkt vielen Menschen rasch und leicht zugänglich zu machen, dieses ermöglicht der Einsatz moderner Informationstechnologien. So plant die Herzstiftung eine eigene Herznotfall-"App" (für engl. Application = Anwendung) für internetfähige Mobiltelefone, um der Bevölkerung, allen voran den Betroffenen, ihren Angehörigen oder Helfern die wichtigsten Infos für einen Herznotfall schnell verfügbar zu machen, z. B. Herzinfarkt-Alarmzeichen, Wählen der 112 bei Verdacht auf Herzinfarkt, CPU-Suche mit Navigation und Herzdruckmassage.

Ein noch junges kathetergestütztes Verfahren für die Behandlung der Aortenklappenverengung (Abk. TAVI für Transkatheter-Aortenklappen-Implantation) macht den Ersatz der verengten Klappe ohne Operation am offenen Herzen möglich, es eignet sich deshalb besonders für Hoch-Risiko-Patienten im hohen Alter. TAVI befindet sich aber noch in der experimentellen Phase, verlässliche Studiendaten zu den Langzeitergebnissen des Verfahrens fehlen noch. Angesichts einer rasanten Ausweitung des Anteils von TAVI an der Gesamtzahl aller Eingriffe wegen Aortenklappenstenose in Deutschland und fehlender Daten zum Langzeitverlauf ist das Verfahren in die Kritik geraten und hat Patienten zunehmend verunsichert. Aus diesem Grund wird die Deutsche Herzstiftung Anfang 2011 unter der Leitung ihres Vorstandsvorsitzenden ein Expertengespräch veranstalten, an dem Vertreter der kardiologischen und herzchirurgischen Fachgesellschaften DGK und DGTHG sowie der Arbeitsgemeinschaft Leitende Kardiologische Krankenhausärzte e.V. (ALKK) teilnehmen werden.

Um die thematischen Interessen der Leser von HERZ HEUTE und damit auch der Mitglieder der Herzstiftung noch genauer zu erfassen, plant die Redaktion der Zeitschrift eine Leserumfrage. Das Themenspektrum der Zeitschrift soll neben der aktuellen medizinischen Forschungs- und gesundheitspolitischen Lage auch die wichtigsten Fragen und Anregungen der vielen Betroffenen und Interessierten widerspiegeln.

Um abzuschätzen, was die Gewährung einer Forschungsförderung, die Bewilligung eines Jahresstipendiums und die Vergabe eines Wissenschaftspreises bei den Geförderten und Preisträgern bewirkt haben, ist der Versand eines Umfragebogens vorgesehen. Mit den Umfrageergebnissen sollen zudem Erkenntnisse über künftige Förderrichtlinien und Maßnahmen gewonnen werden.

Bilanz zum 31. Dezember 2010
Gewinn- und Verlustrechnung
Erträge und Aufwendungen
Bestätigungsvermerk/Finanzplanung 2011